Soziologie

Zeitmanagement: Nicht nur das Tempo zählt

Zeitmanagement: Nicht nur das Tempo zählt

Jeder kennt es: Das Gefühl, zu viel auf einmal tun zu müssen, den Kampf gegen die sich mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder neu auftürmenden E-Mail – Berge, die fehlende Ruhe, eine wichtige Klausur / Klassenarbeit, für die gelernt werden muss uw. usw. …
Ratgeber, wie „man“ mit seiner Zeit bzw. mit sich selbst umgeht (denn Zeitmanagement ist nichts anderes als Selbstmanagement) gibt es zu Genüge. Nach genauerem Hinsehen kann man feststellen, dass es in der Literatur offensichtlich verschiedene Ansätze gibt, sich dem Problem „Zeit – und wie gehe ich mit ihr um“ zu nähern. „Klassische“ Ansätze konzentrieren sich auf Dinge wie Planung, Nutzung von To Do- und Checklisten, Methoden der Priorisierung usw. und richten sich somit verstärkt auf die Verbesserung der Effizienz. Der positive Effekt dieser Methoden besteht darin, dass man bei konsequenter Anwendung Aufgaben tatsächlich in kürzerer Zeit bearbeiten kann und Zeit „spart“. Der wesentliche Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass man bei alleiniger Fokussierung auf die Effizienz eine Spirale in Gang setzt, die dazu führt, die vermeintlich „gewonnene“ Zeit wieder mit neuen Aktivitäten zu belegen. Dadurch entsteht neuer Zeitdruck, dem dann wieder versucht wird , mit den erlernten Methoden des klassischen Zeitmanagements zu begegnen. Diese Handlungsfolge wiederholt sich immer wieder und findet von allein kein Ende. Über die gesundheitlichen Folgen dieses Teufelskreises aus ständiger Verdichtung von Arbeit sind wir uns zwar im Klaren, verdrängen sie aber geschickt…..
Was läuft da falsch? Die Antwort lautet: Klassisches Zeitmanagement hilft uns „Dinge richtig zu tun“, doch sichert es nicht, die „richtigen Dinge zu tun“! D.h. vor lauter Effizienz droht die Effektivität verloren zu gehen. Um sich darüber klar zu werden, was denn nun die richtigen Dinge sind, hilft es, sich regelmäßig über seine Zielsetzung (beruflich und privat) nachzudenken und seine Ziele (neu) zu definieren. Hierfür benötigt man aber Zeit: Planen Sie daher für sich regelmäßig eine Auszeit, von einigen auch „Dream Day“ genannt. Das muss durchaus kein ganzer Tag sein, sondern kann auch schon in Form eines Cafébesuchs, eines längeren Spaziergangs oder eines ruhigen Nachmittags auf der Terrasse bestehen, wo Sie sich - ganz allein - über Ihre Zielsetzung klar werden. Die Zeit, die Sie so verbringen, kommt Ihnen im Anschluss in jeder Hinsicht zugute: Zum Einen haben Sie sich frisch ins Gedächtnis gerufen, was Sie wirklich wollen und können Ihre Aktivitäten gezielt darauf ausrichten sowie mithilfe geeigneter (klassischer) Zeitmanagementtechniken optimieren. Zum Anderen haben Sie aber auch gleich etwas für Ihren Körper und Ihre Seele getan: Sie haben entspannt……und das ist sehr wichtig: Denn ohne Entspannung keine Anspannung und ohne Anspannung auch keine Leistung!

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